Exposition Busch, Ungerer, Waechter à Hannovre

geschichteExposition au W.Busch-Museum de Hannovre
„Da bin ich“. Geschichten für Kinder von Wilhelm Busch, Tomi Ungerer, F. K. Waechter, Volker Kriegel und Philip Waechter
8.11.2014/01.03.2015

„Da bin ich“. Geschichten für Kinder von Wilhelm Busch, Tomi Ungerer, F. K. Waechter, Volker Kriegel und Philip Waechter

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Entstehung der Handschrift von Max und Moritz und der 1865 erfolgten Publikation zeigt das Museum Wilhelm Busch –  Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst eine Ausstellung mit Meisterwerken der Kinderbuchillustration. Neben Wilhelm Busch sind Werke von Volker Kriegel, F. K. Waechter, Tomi Ungerer und Philip Waechter zu sehen: Die weltbekannten bösen Buben von Wilhelm Busch treffen dabei auf das Gespenst von Canterville, auf eine kleine Katze, die nur knapp einem schrecklichen Schicksal entgeht, auf das Mädchen Zeralda, das vor Riesen keine Angst hat, oder auf das kleine Hasenmädchen Rosi, das sich mutig in eine Geisterbahn wagt.

Die Ausstellung bietet spannende Abenteuergeschichten, ungewöhnliche und verrückte Helden ebenso wie den einfühlsamen Blick in die Kinderseele oder den fantasievollen Bruch mit Konventionen und romantisch-verklärten Vorstellungen einer heilen Kinderwelt. Gerade Wilhelm Busch und Tomi Ungerer rücken das unbotmäßige Kind in den Vordergrund, zeigen unangepasste, eigenwillige Charaktere als zentrale Figuren ihrer Geschichten, denen zugleich un-eingeschränkt die Sympathie des Lesers gilt. Während bei Volker Kriegel seine mitreißende Erzähllust fesselt, scheut sich F. K. Waechter in seinen Geschichten nicht, von Grausamkeit und Traurigkeit zu erzählen.

Neben diesen inzwischen zu Klassikern avancierten Zeichnern bietet die Ausstellung auch die Gelegenheit, den Kinderbuchillustrator Philip Waechter kennenzulernen, dessen Werke erstmals gemeinsam mit denen seines Vaters ausgestellt werden. Seine Geschichten beflügeln auf sensible Weise die Fantasie der Kinder und bestärken sie in ihrer Individualität.

Das Verbindende, aber auch die Unterschiede der Künstler werden während des Ausstellungsrundgangs herausgearbeitet: Jedem der fünf Künstler ist zunächst ein eigener Bereich gewidmet. Am Ende des Rundgangs versammeln sich alle auf einer Wand, in einer Petersburger Hängung, sodass Vergleiche und Bezüge direkt hergestellt werden können. Auf diese Weise kommen die unterschiedlichen Formen der Zeichenstile sowie die Möglichkeiten verschiedener künstlerischer Ausdrucksmittel wie Bleistift, Feder oder Farbe wirkungsvoll zur Geltung.

Zu den Werken aus den eigenen Museumssammlungen und aus dem Privatbesitz von Philip Waechter gesellen sich selten gezeigte Leihgaben aus Straßburg: Nur ausnahmsweise stellt das Museum Tomi Ungerer – Internationales Zentrum für Illustration rund 90 Kinderbuchillustrationen des elsässischen Künstlers für eine auswärtige Ausstellung zur Verfügung.

Das Rahmenprogramm der Ausstellung wird u. a. einen Workshop mit Philip Waechter sowie ein Figurentheater umfassen. Für Kindergärten und Schulen besteht die Möglichkeit, individuelle Workshops zu buchen.

In Kooperation mit den Musées de la Ville de Strasbourg.