Exposition Marie Marcks

MM Abb.-1Karikaturen und Zeichnungen von Marie Marcks  Nichts gegen Männer ....
Museum Wilhelm Busch - Vom 31. Mai bis 11. Oktober 2015
Marie Marcks, décédée l'an dernier, était l'une des plus grandes représentantes de la caricature allemande

Klug, pragmatisch und selbstbewusst – mit Leidenschaft hat die Zeichnerin und Karikaturistin Marie Marcks (1922–2014) diskutiert und für ihre Themen gekämpft. Nachdem die Kulturstiftung der Länder, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Stiftung Niedersachsen im Mai 2014 den künstlerischen Nachlass von Marie Marcks für das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst erworben haben, wird nun erstmals daraus ein umfassender Querschnitt gezeigt. Vom 31. Mai bis 11. Oktober 2015 sind in der Retrospektive rund 160 Arbeiten zu sehen.
Beginnend mit Zeichnungen und Illustrationen aus ihren autobiografischen Büchern Marie, es brennt und Schwarz-weiss und bunt kann der Werdegang von der Gebrauchsgrafikerin bis zur politischen Karikaturistin verfolgt werden. Die Exponate zeigen, welche Themen ihr besonders am Herzen lagen: die politische und gesellschaftliche Gleichstellung der Frau, Bildung und ein offenes soziales Klima, ebenso wie die Idee eines gemeinsamen und friedlichen Europas. So wird deutlich, mit welcher Verve Marie Marcks Kritik an politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Zuständen geübt hat, und wie sie stets engagiert für ihre eindeutigen und unabhängigen Positionen eingetreten ist. Detailreichtum in der Darstellung und Wortwitz in den Sprechblasen oder Untertiteln sind typische Merkmale ihrer Karikaturen, gepaart mit einer charakteristischen Handschrift. Diese wandelt sich von einer strengeren grafischen Form der frühen Jahre zu einer lockereren, aber immer vor allem die Kontur betonenden Strichführung der späteren Jahre.
Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet, dessen Vorstellung am 22. Juli 2015 um 18.30 Uhr im Rahmen eines Vortrags von Andreas Platthaus (FAZ) erfolgen wird. Franziska Becker und F. W. Bernstein erweisen in diesem vom Förderverein des Museums Wilhelm Busch ermöglichten Katalog Marie Marcks ihre Reverenz als Grande Dame der Karikatur.
Die Ausstellung Nichts gegen Männer … Karikaturen und Zeichnungen von Marie Marcks wird gefördert von der Stiftung Niedersachsen und dem Förderverein Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst.

Ingo Siegner: Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde

Vom 31. Mai bis 11. Oktober 2015 zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst eine umfassende Schau mit Werken des derzeit erfolgreichsten deutschen Kinderbuchillustrators Ingo Siegner (*1965). Erstmals werden in einem großen Umfang Originalzeichnungen seiner bekannten Kinderbuchreihen um den Drachen Kokosnuss, das Erdmännchen Gustav oder Eliot und Isabella neben nicht veröffentlichten Zeichnungen u. a. aus seinen Anfangsjahren ausgestellt. Das Museum Wilhelm Busch setzt damit die erfolgreiche Reihe der Ausstellungen mit Kinderbuchillustrationen fort.
Die in der Ausstellung gezeigten Werke umfassen sowohl frühe als auch unveröffentlichte Illustrationen, die Geschichten von Gustav, dem Erdmännchen, oder den Rattenkindern Eliot und Isabella und – als einen Schwerpunkt – eine Auswahl aus den Geschichten um Kokosnuss, den orangefarbenen Feuerdrachen mit blauer Schiebermütze, begleitet von Oskar, dem vegetarischen Fressdrachen, und Matilda, dem klugen und zurückhaltenden Stachelschwein. Beginnend mit seinen Skizzenbüchern kann die Entstehungsgeschichte seiner Bücher von der Idee über die aquarellierten Zeichnungen bis hin zum fertigen Buch und schließlich dem Kinofilm nach-vollzogen werden.
Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm für Kinder und Familien mit Lesungen von Ingo Siegner, die eine lebendige Mischung aus Lesung, Erzählung, Schauspiel und Malen sind. Für Schulen werden individuelle Führungs- und Workshop-Module angeboten. Neben den Lesungen und einem Ausstellungsgespräch für Erwachsene setzt ein großer Malwettbewerb einen besonderen Akzent im Rahmenprogramm.   


Das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst wird institutionell gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.