Robert Gernhardt: Die letzten Bilder

Robert Gernhardt: Die letzten Bilder
Sulzbach-Rosenberg
, Sulzbach Archiv

Exposition présentée déjà auparavant début 2008 à Francfort et qui propose les dernières oeuvres de l'un des grands représentants de l'école humoristique allemande qualifiée de "Nouvelle Ecole de Francfort". Ci-dessous le commentaire en allemand de cette exposition par le musée "Caricatura" de Francfort. Les amateurs de cet artiste trouveront dans la bilbiographie de l'EIRIS différents articles qui se penchent sur l'oeuvre de cet artiste majeur.

Robert Gernhardt – Die letzten Bilder
13. Dezember 2007 bis 2. März 2008

Die Ausstellung mit dem Titel „Die letzten Bilder“ wird circa 150 Arbeiten des Künstlers aus den letzten Jahren seines Schaffens präsentieren und ist die letzte Ausstellung der CARICATURA in den Räumen des Historischen Museums vor dem Umzug in den neuen Standort Leinwandhaus am Weckmarkt. Zu sehen sind unter anderem Werke, die Gernhardt für eigene Bücher zeichnete wie auch „Illustrationen“ zu Werken von Thomas Mann, Joachim Ringelnatz, Eckhard Henscheid, eine Auswahl aus der Serie „99 Sudelblätter von Robert Gernhardt zu 99 Sudelsprüchen von Georg Christoph Lichtenberg“, Blätter aus „Signatur“, Titelillustrationen seiner letzten Bücher sowie Cartoons und Bildergeschichten.

Robert Gernhardt hat einmal gesagt: „Witze kann man eigentlich nur noch über Wüsten und unentdeckte Planeten machen. Bei jedem anderen Thema wird sich immer jemand finden, der betroffen ist oder der eine Stellvertreterbetroffenheit ins Feld führt.“ Diese reichlich deprimierende Erkenntnis hat den vielseitigen Satiriker Gernhardt nicht davon abgehalten, die Komische Kunst so elegant wie direkt in Wort und Bild außerordentlich zu bereichern. Zusammen mit der Neuen Frankfurter Schule gelang es Gernhardt, das eingeschlafene deutsche Humorverständnis auf neue Ebenen der Komik zu heben. Ab 1964 erdachte Robert Gernhardt mit F.W. Bernstein und F.K. Waechter monatlich die Doppelseite „Welt im Spiegel“ (WimS) in der Satirezeitschrift „Pardon“ und überwand den Ohne-Worte-Witz der 50er und 60er Jahre.

Literarisch machte Robert Gernhardt durch eine erfrischende wie intellektuell fundierte Analyse des Humor-, Kunst- und Büchermarktes in einer Vielzahl von Essays auf sich aufmerksam. Seine Texte bestachen durch scharfsinnige Analysen; er legte mit sicherer Hand den Charakter eines Gegenstandes frei und sezierte feinfühlig Struktur, Aufbau und Aussagekraft mit charmantem und bissigem Wortwitz. In den 1980er Jahren arbeitete Gernhardt zusammen mit Peter Knorr und Bernd Eilert an den Drehbüchern für vier Otto-Filme sowie diversen Otto-Bühnenshows. Daneben veröffentlichte Gernhardt fortlaufend Erzählungen, Bildergeschichten und Gedichtbände. Unverwechselbar beherrschte Gernhardt die hohe Kunst der Lyrik in ihrer technischen Breite und zählt zu einem der wichtigsten Lyriker der Gegenwart, der vielfach mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet wurde.

Robert Gernhardt starb am 30. Juni 2006 in Frankfurt am Main.