Poth-Ausstellung in Bad Kreuznach

 Wir leben in einer wunderbaren Zeit (Nous vivons une époque formidable)
Eine Ausstellung zum 80. Geburtstag des Satirikers Chlodwig Poth
bis 30. Januar 2011 im Schloßparkmuseum Bad Kreuznach
Exposition présentée au Schlossparkmuseum de Bad Kreuznach à l'occasion du 80ième anniversaire de Chlodwig Poth

 

(Aus "Lifetime", dem Stadtmagazin der Stadt Bad Kreuznach)

Wir leben in einer wunderbaren Zeit“ – Eine Ausstellung zum 80. Geburtstag des Satirikers Chlodwig Poth

17. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011 im Schloßparkmuseum Bad Kreuznach

Die Ausstellung wurde realisiert in Kooperation mit dem caricatura museum frankfurt und dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt. Beide Institutionen haben insgesamt rund 80 Blätter für diese Präsentation ausgeliehen. Bekannt wurde Chlodwig Poth als Zeichner des Frankfurter Satiremagazins „Pardon“, das 1962 erstmals erschien.

Er setzte sich mit der gesellschaftlichen Realität und der politischen Aktualität in Text und Bild auseinander, schrieb Satiren, oft unter Pseudonym, zeichnete Szenen und ganze Geschichten und erfand neue Formen, u.a. „die Wimmelbilder“ und die „Hassblätter“. Auch für das Satiremagazin „Titanic“ war Poth bis in seine letzten Lebensjahre tätig.

Es war der Wunsch der seit einigen Jahren in Bad Kreuznach lebenden Witwe des Künstlers, Anna Poth, diese Ausstellung in ihrem neuen Heimatort zu zeigen.

Zeichnungen: copyright Poth/caricatura

Chlodwig Poth (1930 – 2004)

Chlodwig Poth gehörte als Mitbegründer der satirischen Zeitschriften “Pardon” und “Titanic” zu den herausragenden Vertretern der komischen Kunst in Deutschland. Einem großen Leserkreis bekannt wurde er mit seiner Cartoon-Serie “Mein progressiver Alltag”. Darin nahm er regelmäßig die Widersprüche zwischen den linken Theorien der 68er- Generation und den Realitäten des Alltagslebens aufs Korn.

Seine Beiträge, in denen er sich mit der gesellschaftlichen Realität und der politischen Aktualität in Text und Bild auseinandersetzte, prägten „Pardon“ auf Jahre hinaus. Er ist Mitbegründer der „Neuen Frankfurter Schule“ der Karikatur, zu der u.a. Hans Traxler, Robert Gernhardt, F.K. Waechter und F.W. Bernstein gehören.

Poths bevorzugtes Ausdrucksmittel waren gezeichnete, mit Sprechblasen versehene Kurzgeschichten, bei denen sich das erzählerische Talent mit dem künstlerischen vereinigte. Die Serie „Last Exit Sossenheim“, in denen Poth seine Erfahrungen an seinem letzten Frankfurter Wohnort mit ätzendem Humor bildlich kommentierte, zeigt – Sossenheim ist überall.

Neben seinem bildnerischen Werk verfasste Chlodwig Poth zahlreiche Romane, Hörspiele, Märchen und Kurzgeschichten.

1997 wurde er als erster mit dem Satirepreis „Göttinger Elch“ und 2003 mit der „Goethe-Plakette“ der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

Die Auswahl von rund 80 Exponaten aus dem caricatura museum frankfurt und dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt umfasst Cartoons, „Stadtschaften“, Plakate und Zeichnungen aus vier Jahrzehnten.

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La ville de Bad Kreuznach où réside la veuve de Chlodwig Poth (décédé en 2004) rend hommage à ce grand dessinateur qui a grandement marqué l'histoire de la caricature allemande du début des années soixante à 2004. Les amateurs de satire imagée trouveront dans la bibliographie de l'EIRIS différentes références à des articles se penchant sur plusieurs pans de l'oeuvre de Chlodwig Poth (cf. notamment l'article qui lui est consacré dans le dernier numéro de "Ridiculosa").